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Notizbuch vs. Handy

28. Dezember 2013

httpv://www.youtube.com/watch?v=4YeVxMNUmo8

Ich musste doch sehr schmunzeln. :)

Das im Spot beworbene Notizbuch (Moleskine Evernote Smart Notebook) habe ich übrigens und finde es eigentlich ganz nett, zumal ein paar Monate Evernote-Pro-Mitgliedschaft im Preis inbegriffen sind.

analog, Anbieter, digital, E-Books

Warum auch E-Books gutes Geld kosten …

11. Oktober 2011

MP3s sind billiger als die CD, weil Datenträgerproduktion, Logistik und Zwischenhändler wegfallen. Das sollte auch für eBook vs Buch gelten.
– schrieb heute das haekelschwein auf twitter

Da ist das sympathische Garntierchen leider hartnäckigen Gerüchten aufgesessen …

Ich versuche mal, ein wenig damit aufzuräumen:
Die wenigsten Benutzer kaufen ihre Musik oder ihre Bücher direkt bei einem Verlag bzw. einer Plattenfirma, der Zwischenhändler existiert immer noch. Apple und amazon beispielweise schneiden sich ein großes Stück vom Kuchen ab. Ein wirklich großes.
Dazu kommt, dass mp3-Dateien und E-Books auf Servern liegen, die Geld kosten und auch das Datenvolumen beim Herunterladen zu Buche schlägt – „Logistik“-Kosten existieren immer noch, über die Höhe kann man tatsächlich streiten.
Die „Datenträgerproduktion“ mag bei der mp3 zwar wegfallen, wenn die Musik bereits digital aufgenommen wird, aber ein gutes E-Book lässt sich nicht schnell nebenbei aus einer Worddatei generieren, wie viele Menschen annehmen. Gerade bei älteren Büchern liegen häufig mangelhafte digitale Daten vor, die ordentlich aufbereitet werden wollen. Zum Teil müssen die Bücher sogar erst wieder neu gescannt, in Textformate konvertiert und korrigiert werden. Das klingt komisch, ist aber leider so.
Druck- und Materialkosten sind im Vergleich zu allen anderen Kosten bei der Buchproduktion nur ein ganz kleiner Fisch. Marketing und Personalkosten verschlingen da zum Beispiel deutlich mehr Finanzen, ganz zu schweigen von den Tantiemen für den Autor …
Der letzte Stolperstein auf dem Weg zum supergünstigen E-Book: Die Buchpreisbindung, die in Deutschland für alle Bücher, auch elektronische, besteht und in der Regel erst nach anderthalb Jahren aufgehoben werden kann. Dank dieser sind die Anbieter von Büchern in ihrer Preisgestaltung nicht so flexibel wie bei anderen Produkten. Sie sind stark durch die Verlage gebunden – und die haben natürlich Interesse daran, ihre Kosten wieder reinzubekommen. Mit einem Ein-Euro-E-Book ist das natürlich sehr schwierig.

Soweit ganz knapp mein Büchersenf zum Thema. :)

Ach ne, Moment, eine Sache war da ja noch: Das Gerücht mit den hohen Preisen. Das hält sich sehr hartnäckig, aber stimmt das so?

Hier mal ein ganz aktuelles Beispiel: Walter Isaacsons Steve Jobs – Die autorisierte Biografie des Apple-Gründers kostet als gebundenes Buch 24,99 €, die Kindle Version dagegen nur 19,99 € und auch bei der englischen Originalversion ist das E-Book für 14,24 € im Vergleich zur gedruckten Version für 17,95 € günstiger.

Das ist bei der Deutschen Version eine Ersparnis von 20 % – da kann man doch nicht meckern …