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Ach, Buchbranche …

20. Juli 2015

Heute morgen habe ich eine Werbung mit folgendem Text bei Vorsicht Buch (bzw. der dazugehörigen facebook-Seite) gesehen:

Nur mal angenommen: Sie haben das Bein gebrochen. Es ist Sonntag. Oder Mitternacht. Sie haben aber Lesehunger. Und jetzt? Im Internet in der einzigen richtigen Buchhandlung kaufen: In Ihrer!

Darüber prangt folgender Hinweis:

Egal, ob Sie Ihr Buch abholen oder schicken lassen: Das Geld geht an Ihre Buchhändlerin oder Ihren Buchhändler vor Ort. Inkl. Buchhandlungs-Finder.

Ach, Buchbranche!
Wenn ich Sonntags oder nachts um zwölf lesen will, dann will ich Sonntags oder nachts um zwölf lesen. Nicht noch etliche Stunden warten, bis die Logistik das Buch dann so ca. 34 h Stunden nach meinem Lesehunger liefert. 34 Stunden! Das ist viel verlorene Lesezeit. Das reicht für den Hobbit und den kompletten Herrn der Ringe.

Lokal kaufen ist super, gar keine Frage. Aber bitte mit den richtigen Argumenten. :-)

Anbieter, digital, Hardware

Tablet PC von amazon: Kindle Fire

29. September 2011

Amazon hat gestern auf einer Pressekonferenz einige neue Produkte (beispielsweise den neuen Kindle 4, der nun über ein deutsches Menü verfügt) vorgestellt. Darunter auch einen Tablet PC: Den Kindle Fire.

Vorbestellt werden kann er unter obigem Link schon, die Auslieferung beginnt Mitte November — allerdings nur an Versandadressen in den USA.

Was ich viel bemerkenswerter finde, ist der Werbespot zum Gerät. Ich finde es ausgesprochen gut gelungen, wie die Werbung die Verbindung zwischen geschriebenem und gedrucktem Wort und dem Kindle Fire herstellt:

https://youtube.com/devicesupport

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Ich zumindest bekomme durch das Ansehen des Clips direkt Lust, mich mit meinem Kindle und einem Klassiker unter einen Baum zu setzen und stundenlang zu lesen …

Anbieter, Hardware

Neue Kindlewerbung: „Freunde“

26. April 2011
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Frau: „Ist das ein Kindle?“
Mann: „Ja.“
Frau: „Ich lese nur richtige Bücher …“
Mann: „Ich lese ein richtiges Buch.“
Frau: „Ich lese mein Buch in der Sonne, wo das Licht sehr blendet.“
Mann: „Das kann ich auch, guck? Der Bildschirm sieht genau so aus wie ein Papierbuch, also kann man damit gut bei hellem Sonnenschein lesen!“
Frau: „Aber Du kannst keine Seite knicken, um zu markieren, an welcher Stelle Du warst.“
Mann: „Nein, aber mein Kindle macht das automatisch für mich.“
Frau: „Aber es gibt einem so viel, wenn man wirklich die Seite knickt! [knickt die Seite um, guckt peinlich berührt und blickt ihn dann an] Darf ich mal gucken?“
Mann: „Klar.“
(frei übersetzt von mir)

Erinnert mich ein wenig an die „Mac vs. PC“-Werbekampagne von Apple. (Wer sie nicht kennt, findet hier einen Zusammenschnitt der Videos in einer deutschen Version.)

Sehr gelungen, der Spot – er informiert schließlich über den Hauptkritikpunkt an eBook-Readern, der bei eInk-Displays wirklich völlig unangebracht ist, weil das Display in der Sonne bestens funktionert. :)

Anbieter, Hardware

Neuer Kindle erhältlich: „Kindle with special offers“ für 114$

14. April 2011

Eine kurze Meldung zwischendurch:
Mit dem Kindle Wireless Reading Device, Wi-Fi, Graphite, 6″ Display with New E Ink Pearl Technology – includes Special Offers & Sponsored Screensavers hat amazon heute einen neuen Kindle vorgestellt. Es handelt sich hierbei um eine veränderte Version des aktuellen WLAN-Kindles, die sowohl auf den Bildschirmschonern als auch im Fuss der „Home“-Ansicht Werbung anzeigt. 25$ spart der gewillte Käufer und bekommt außerdem noch regelmäßige andere Angebote direkt auf den Kindle.

amazon gibt auf der Webseite folgende Beispiele:

  • einen 20$-amazon-Gutschein für nur 10$ kaufen
  • 6$ für 6 Audible-Hörbücher (normalerweise 68$) zahlen
  • 1$ für ein komplettes Album aus dem Amazon MP3 Store (über eine Million Alben zur Auswahl)
  • 10$ bezahlen und Produkte im Wert von 30$ aus dem Amazon-Jeans-Shop oder dem Amazon-Schwimm-Shop bekommen

Sie betonen, dass sie nur die Werbe-Screensaver anzeigen lassen wollen, die der Kunde sehen will. Dafür wird es in naher Zukunft eine Kindle-App und eine Webseite namens „AdMash“ geben, mit deren Hilfe Kunden jeweils aus zwei angezeigten Screensaverkandidaten den für sie attraktiveren auswählen können. Die mit den meisten Stimmen werden es dann auf den Kindle schaffen.

Weiterhin kann der Kindle-Nutzer Einstellungen vornehmen, damit direkt auf ihn zugeschnittene Werbung angezeigt wird: Mehr oder weniger Screensaver mit Landschaftsbildern, Architektur, Fotos, etc.

Wie auch der weiße Kindle 3G ist dieses Angebot für deutsche Käufer nicht erhältlich, aber ich bin mir sicher, dass es nicht lange dauern wird, bis die ersten Austauschschüler und -studenten das Gerät mit nach Deutschland bringen bzw. bis die ersten Pakete von amerikanische Verwandten bei deutschen eBook-Liebhabern eintrudeln. Umgerechnet kostet das Gerät schliesslich gerade mal knapp 80€.


Mein Senf:
Bei personenbezogener Werbung scheiden sich die Geister – ich persönlich finde, dass eine 25$-Ersparnis in keinem Verhältnis zu den Daten steht, die amazon hier vom Nutzer bekommt. Sollte man allerdings alle Angebote nutzen, die sich einem bieten, so hat man schnell deutlich mehr gespart und der „Special Offers Kindle“ wird sehr viel interessanter.
Aus Sicht von amazon ist die Einführung des Geräts ein kluger Schachzug. Zum einen können sie die Bereitschaft der Kunden, personenbezogene Daten freizugeben, testen und zum anderen verdienen sie an den für das Gerät gekauften Büchern mehr als an dem Reader selbst.